Dieses Konzert fand zum größten Teil am Orgel-Spieltisch statt. Die Mehrzahl der Besucher und eine nicht ganz zweistellige Zahl von Kindern umringten die Ermstedter Orgel. Manche Kinder reichten noch nicht über die Emporenbrüstung, aber alle waren ganz nah dran. Mit viel Einfühlungsvermögen erklärte Kantor Bastian Uhlig die Besonderheiten des Instrumentes. Wie entsteht bei der Orgel ein Ton? Wer baute die erste Orgel überhaupt und was kann eine Orgel besonders gut? Was ist ein Prinzipal und wie hört sich ein Orgelcocktail an? Und warum trägt der Organist so schicke Schuhe, die eigentlich Tanzschuhe sind?

Bastian Uhlig beim Orgelspielen
Bastian Uhlig beim Orgelspielen
Gespanntes Zuhören 1
Gespanntes Zuhören 1
Gespanntes Zuhören 2
Gespanntes Zuhören 2

Wie verblüffend gut die Orgel andere Instrumente nachahmen kann, angefangen von der Flöte über Streichinstrumente bis zur Posaune, führte Kantor Uhlig eindrücklich im zweiten Teil des Konzertes vor.

Das Programm war ausgezeichnet zusammengestellt. Es erklangen Stücke von Komponisten, die alle mit Johann Sebastian Bach zu tun hatten. Dieterich Buxtehude war Bach’s Lehrer gewesen. Johann Ludwig Krebs war der Lieblingsschüler von Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy entdeckte die Kompositionen von Bach wieder und ließ Jahrzehnte nach dessen Tod seine wichtigsten Werke erneut aufführen.

Allen Stücken ließ sich die vielfältige Klangwelt der Orgel ablauschen.

Ein Wort zum Schluß: Der Orgelverein bietet in jedem Jahr Konzerte für Kinder und Familien an. Mit rund 35 Besuchern war diesmal noch viel „Luft nach oben“. Das sollte so nicht bleiben. Denn eines ist klar: Veranstaltungen, die nicht besucht werden, wird es irgendwann nicht mehr geben.