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- Geschrieben von: Kerstin Voigt
Ermstedt kann stolz darauf sein, über den Orgelverein zum Eröffnungskonzert des 4. Ermstedter Musiksommers zwei Künstler eingeladen zu haben, die schon in Japan, Kanada und Amerika gastierten. Sogar im „Supertalent“, 16. Staffel 2024, waren sie zu erleben.
Wenn Nico Wieditz das Enfant terrible der Orgel ist, sind es Marius und Daniel für das Akkordeon.
Als sich Marius Staible und Daniel Roth kennenlernten, waren sie 12 Jahre alt. Vor 10 Jahren gründeten sie ihr Akkordeon-Duo con:trust. Kontrast? Sind die beiden so verschieden? Ja und nein. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten verbindet das Akkordeon. Beide lieben es sichtlich, auf der Basis ihres klassischen Studiums die stilistische Vielfalt der Musik darauf auszureizen - ob beim „Supertalent“ oder „Jedermann“ im Weimarhallenpark.
Was sie uns zu hören gaben: Jedes Akkordeon ist ein ganzes Orchester!
Das von Daniel moderierte Konzert begann mit frühlingshaften Klängen: Rayo del Sol ist eine Eigenkomposition der beiden. Aus dem Bereich der klassischen Musik hörten wir ein Adagio von W.A. Mozart und den „Frühling“ von A. Vivaldi. Aber es gab auch ganz ungewohnte Klänge. Vom tonlosen „Fauchen“ des Balges bis zu sphärischem Pfeifen – in der Komposition von Euna Joh mit dem Titel „was, is, is to come“, die mit diesen drei Zeiten zu spielen scheint.
Klavier? Klavier „kann“ das Akkordeon auch. Beide haben Rachmaninow-Stücke für Akkordeon umgeschrieben, wir hörten einen Walzer. Dann endlich ein Tango.
Es ist eine Freude, zu sehen, wie sich die beiden musikalisch blind verstehen! Sie wissen das Können des jeweils anderen zu schätzen und zauberten an diesem Spätnachmittag mit ihrem Können vielfarbige Bilder in die Köpfe ihrer ca. 60 Zuhörer.
Der mdr berichtet über das Konzert im Thüringenjournal.
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- Geschrieben von: Roland Voigt
Die bekannten Advents- und Weihnachtslieder kann fast jeder singen, so vertraut sind uns die Weisen. Als das a cappella Vokalensemble Singsang aus Erfurt in einem kleinen Konzert am 2. Advent etliche von ihnen vorgetragen hatte, da rieben sich manche Zuhörer erst mal die Ohren. Denn die 6 Sängerinnen und Sänger des Ensembles sangen die deutschen und internationalen Klassiker modern arrangiert. Sowohl rhythmisch als auch tonal klang vieles neu und doch vertraut, auch wenn die Stimmen gegeneinander liefen oder die Herren als Background-Sänger Instrumente imitierten.
Das zahlreich erschienene Publikum hatte sich schnell hineingehört und ließ sich von der Begeisterung der Sängerinnen und Sänger anstecken. Mit viel Beifall bedankten sich die Zuhörer für ihr Können. Das Ensemble revanchierte sich mit einer Zugabe.
Glücklich und zufrieden über dieses gelungene, stimmungsvolle Advents- und Weihnachtskonzert blieben die meisten draußen noch bei einem Pott Glühwein beieinander.
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- Geschrieben von: Roland Voigt
Zum öffentlichen Sommerfest des Vereins am „Tag des offenen Denkmals“ 2025 war nach dem Kaffeetrinken im Zelt vor der Kirche das Kirchenschiff gut gefüllt. Es war vielen ein Bedürfnis, wieder einmal in den Humor des Komikers, Kabarettisten und Dichters Heinz Erhardt eintauchen zu können. Kannten sie ihn doch noch aus Filmen und dem Westfernsehen der 50er bis 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und keiner, der kam, wurde enttäuscht.
Dafür sorgte Benedikt Blum. Er unterhielt das Publikum gekonnt ganz im Sinn und Stil von Heinz Erhardt– mit dessen unzähligen Wortspielen, verdrehten Redewendungen und dem spielerischen Umgang mit der deutschen Sprache und brachte die Zuhörer immer wieder zum Lachen. Natürlich fehlte dabei auch nicht das Gedicht „Die Made“ und ebenso viele andere.
Und auch der renommierte Keyboarder Jürgen Adlung glänzte in diesem Programm. Er, der aufgrund seiner unübertroffenen Schnelligkeit auf den Tasten auch Mister Speedfinger genannt wird, begleitete musikalisch Benedikt Blum. Seine Boogie-Woogie-Musik begeisterte das Publikum, das dabei kräftig mitklatschte.
Freudig, beschwingt und dankbar blieben danach die meisten Besucher noch im Zelt vor der Kirche, um diesen Tag mit einer Bratwurst und Getränken in der spätsommerlichen Abendsonne ausklingen zu lassen.
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- Geschrieben von: Kerstin Voigt
Unverständlicherweise wurde diese Band aus Jena noch nicht in den Erfurter Jazz-Klub eingeladen, aber nun nach Ermstedt! Dort spielten am 22. August 2025 – stylish passend in Gehrock und Fliege - Thomas Kniese (Klarinette), Dietmar Jung (Posaune, Gesang), Dr. Christian Wegner (Banjo, Gitarre), Johannes Schlecht (Piano) und Rainer Pratzka (Tuba) unter der Leitung Gunnar Besen (Trompete, Gesang) ein Konzert voller Leckerbissen für Jazzkenner und -freunde. New Orleans Style, Chicago Style, sie gehen nun einmal in Hände und Füße und Herzen!
Ob „Bernie’s Tune“, „Georgia Swing“, „Messin‘ around“, „Charleston“ oder „Tiger reg“ - das applausfreudige Publikum honorierte jede Solo-Improvisation und zum Finale, nach knapp 120 Minuten, gab es standing ovations.
Sehr erfreut zeigten sich die Bandmitglieder über die ausgezeichnete Akustik der Ermstedter Kirche und den frisch gestimmten Flügel. Sie kommen gerne wieder!
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- Geschrieben von: Kerstin Voigt
Unter diese Motto veranstaltete der Verein "Thüringer Orgelsommer" am 18. Juli ein Konzert in der Ermstedter St. Adreas Kirche. Neben Janus Graichen aus Arnstadt, einem jungen Orgelschüler von Theophil Heinke (Präsident des Vereins Thüringer Orgelsommer), spielte die Erfurterin Susanne Herre auf zwei eher ungewöhnlichen Instrumenten: der Viola da gamba und der Mandore. Sie unterrichtet diese und andere Instrumente am Erlanger Musikinstitut und erläuterte der großen Besucherschar die jeweiligen Besonderheiten.
Aufmerksame Gäste konnten übrigens feststellen, dass beide Instrumente auch auf den Bildtafeln der Orgelempore zu finden sind.
Janus Graichen spielte souverän vier Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert (Brahms, Mendelssohn, Müthel und Schumann). Die Stücke, die Susanne Herre ausgewählt hatte, stammen aus der Barockzeit (16.-17. Jahrhundert). Die Viola da gamba, klanglich eine Mischung von Cello und Gitarre, kann mehrstimmig gespielt werden. Es ist erfreulich, dass dieses Instrument heute wieder größeres Interesse findet.
Die Mandore (eine Laute mit mandelähnlicher Form) soll auf Wunsch von Ludwig XIV gespielt worden sein, damit er besser einschlafen konnte. Bei den Konzertgästen war an diesem Abend eher das Gegenteil der Fall. Gespannt und neugierig lauschten sie dem viersätzigen Suite von Francoise de Chancy - man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören.
Beide Künstler bedankten sich mit einer gemeinsam gespielten Zugabe. Danach gab es am Getränkebuffet des Ermstedter Orgelvereins noch die Gelegenheit zu Gesprächen mit beiden.
- Rockiger Spätnachmittag in der Ermstedter Kirche
- Theremin und Orgel - wunderschöne, meditative Musik
- Orgel mal anders - diesmal in klangstarkem Dialog mit Saxophon
- Die größte Orgelshow Deutschlands in Ermstedt
- Weihnachtsliedersingen in der Epiphaniaszeit des Vokalensembles Singsang
- Die Klangvielfalt der Orgel großartig präsentiert
- Wohl-Klang - Orgel und Gesang
- "Barock&Irish" - Konzert des Tenneberg Consort
- Sommerlich heiter und erfrischend
- Erlebnis "Klangwelten"
- Ein großartiges Konzert von Ralf Benschu (Saxophon) und Jens Goldhardt (Orgel)














