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- Geschrieben von: Kerstin Voigt
Dieses Konzert fand zum größten Teil am Orgel-Spieltisch statt. Die Mehrzahl der Besucher und eine nicht ganz zweistellige Zahl von Kindern umringten die Ermstedter Orgel. Manche Kinder reichten noch nicht über die Emporenbrüstung, aber alle waren ganz nah dran. Mit viel Einfühlungsvermögen erklärte Kantor Bastian Uhlig die Besonderheiten des Instrumentes. Wie entsteht bei der Orgel ein Ton? Wer baute die erste Orgel überhaupt und was kann eine Orgel besonders gut? Was ist ein Prinzipal und wie hört sich ein Orgelcocktail an? Und warum trägt der Organist so schicke Schuhe, die eigentlich Tanzschuhe sind?
Wie verblüffend gut die Orgel andere Instrumente nachahmen kann, angefangen von der Flöte über Streichinstrumente bis zur Posaune, führte Kantor Uhlig eindrücklich im zweiten Teil des Konzertes vor.
Das Programm war ausgezeichnet zusammengestellt. Es erklangen Stücke von Komponisten, die alle mit Johann Sebastian Bach zu tun hatten. Dieterich Buxtehude war Bach’s Lehrer gewesen. Johann Ludwig Krebs war der Lieblingsschüler von Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy entdeckte die Kompositionen von Bach wieder und ließ Jahrzehnte nach dessen Tod seine wichtigsten Werke erneut aufführen.
Allen Stücken ließ sich die vielfältige Klangwelt der Orgel ablauschen.
Ein Wort zum Schluß: Der Orgelverein bietet in jedem Jahr Konzerte für Kinder und Familien an. Mit rund 35 Besuchern war diesmal noch viel „Luft nach oben“. Das sollte so nicht bleiben. Denn eines ist klar: Veranstaltungen, die nicht besucht werden, wird es irgendwann nicht mehr geben.
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- Geschrieben von: Kerstin Voigt

Das Danza-Duo, Anna Betker (Akkordeon) und Danylo Denysov (Gitarre) bereiteten den Konzertgästen am Spätnachmittag des 20. Juni in der wunderbar kühlen Ermstedter Kirche besondere Hörgenüsse.
In dem bekannten Adagio aus dem Concierto de Aranjuez, von J.Rodrigo eigentlich für Orchester und Gitarre geschrieben, übernahm das Akkordeon den Orchesterpart. Auch wenn beide Instrumente ihre eigene Klangwelt für sich haben: hier diente eins dem anderen, hier brauchten sie einander. Das Akkordeon konnte flüstern und jubeln, die Gitarre rhythmisch auftrumpfen und im Hintergrund begleiten.
Auf den gemeinsamen Auftakt folgten vor allem Solostücke für Gitarre, mit denen sich Daniel Denysov auf sein Masterexamen-Konzert vorbereitet. Wir hörten Stücke aus zwei Jahrhunderten, von Bach angefangen, mit verschiedenen Einflüssen von Tanz- und Volksmusik aus Ungarn, Spanien und Südamerika, aber auch ungewohnt moderne Klänge von Komponisten des 20. Jahrhunderts, die Stimmung einfingen oder dem Hörer – so der Vorschlag der Künstler - als Hintergrundmusik zu Filmszenen leichter zugänglich wurden.
Dass ab und zu auch die Vögel draußen und das Geläut zum Einläuten des Sonntags mit musizierten, haben die Künstler augenzwinkernd akzeptiert.
Wir wünschen beiden ebenso nahbaren wie exzellenten Künstlern, die sich bereits international einen Namen gemacht haben, viele weitere Konzerteinladungen und noch mehr Bekanntheit.
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- Geschrieben von: Kerstin Voigt
Der „Sommerspaziergang“, eine Reihe von Konzerten am Ende des Ausbildungsjahres, führte 80 junge Sängerinnen und Sänger der Chorakademie am 7. Juni in die St. Andreas Kirche nach Ermstedt.
Drei Chorklassen stellten ihr Können vor.
Die Gruppe der 1.-4. Klasse (Kinderchor I) eröffnete das Konzert mit Liedern, in denen es vornehmlich um Tiere ging. Angefangen mit einem Scherzlied über den schleichenden Fuchs sangen sie von der Hummel (Bumblebee), der lauernden Spinne, dem Specht, dem es vom Hacken an einer Mauer schlecht war und vom Igel, den große Tiere nie unterkriegen, aber die kleinen Flöhe ordentlich zu piesacken vermögen. Es folgten drei Frühlingslieder des tschechischen Komponisten Petr Eben. Dann verabschiedeten sich die „kleinen“ Sängerinnen und Sänger mit „Dodi Li“ (hebräisch: „Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein“ aus dem Hohelied Salomos), vertont von Nira Chen.
Der Kinderchor II (Sängerinnen und Sänger der 5.-8. Klasse) sangen Lieder in mehreren Sprachen: das Vaterunser in Lateinisch, ein weiteres Lied mit den Gesten der Gebärdensprache und ein drittes in Englisch und Estnisch.
Es folgten a capella gesungen die Volkslieder „Hab mein Wagen vollgeladen“ und zusammen mit dem Jugendchor „An der Saale hellem Strande“. Gänsehautfeeling!
Die Chorgruppen sind, das ist eines ihrer Markenzeichen, immer in Bewegung; es gibt für einzelne Lieder ganze Choreographien und Geräuschkulissen (großartig: „Mein Hut, der hat vier Ecken“). Erneut Gänsehautfeeling bei Lennart Cohens „Halleluja“ und Max Regers „Nachtlied“ (Text von Petrus Herbert, 1566). Nicht nur in diesem Lieder-Block erlebten die Konzertbesucher zwei weitere Markenzeichen der Chorakademie: die Stil-Sicherheit und Stil-Vielfalt.
Den von den Moderatoren geäußerten Wunsch, mit dem Applaus zu warten bis zum Ende des jeweiligen Lieder-Blocks, konnten die Konzertbesucher einfach nicht erfüllen. Dafür waren die Leistungen aller Gruppen zu toll, die Hände applaudierten von ganz alleine.
Den Schlusschor aus dem Musical „Grease“: „We Go Together“ gab es zum bejubelten Finale. Die ganze Kirche war voll Gesang und Bewegung. Mit besonderem Applaus wurden Alexander Ebert (Klavier), Christopher Bell und Chorleiterin Cordula Fischer bedacht, die übrigens die Choreographie zu „Grease“ voll mitgetanzt hat!
Zum a capella gesungenen Lied „Der Mond ist aufgegangen“ verließen die Sängerinnen und Sänger von Kinderchor II und Jugendchor dann langsam die Kirche.
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- Geschrieben von: Kerstin Voigt
Ermstedt kann stolz darauf sein, über den Orgelverein zum Eröffnungskonzert des 4. Ermstedter Musiksommers zwei Künstler eingeladen zu haben, die schon in Japan, Kanada und Amerika gastierten. Sogar im „Supertalent“, 16. Staffel 2024, waren sie zu erleben.
Wenn Nico Wieditz das Enfant terrible der Orgel ist, sind es Marius und Daniel für das Akkordeon.
Als sich Marius Staible und Daniel Roth kennenlernten, waren sie 12 Jahre alt. Vor 10 Jahren gründeten sie ihr Akkordeon-Duo con:trust. Kontrast? Sind die beiden so verschieden? Ja und nein. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten verbindet das Akkordeon. Beide lieben es sichtlich, auf der Basis ihres klassischen Studiums die stilistische Vielfalt der Musik darauf auszureizen - ob beim „Supertalent“ oder „Jedermann“ im Weimarhallenpark.
Was sie uns zu hören gaben: Jedes Akkordeon ist ein ganzes Orchester!
Das von Daniel moderierte Konzert begann mit frühlingshaften Klängen: Rayo del Sol ist eine Eigenkomposition der beiden. Aus dem Bereich der klassischen Musik hörten wir ein Adagio von W.A. Mozart und den „Frühling“ von A. Vivaldi. Aber es gab auch ganz ungewohnte Klänge. Vom tonlosen „Fauchen“ des Balges bis zu sphärischem Pfeifen – in der Komposition von Euna Joh mit dem Titel „was, is, is to come“, die mit diesen drei Zeiten zu spielen scheint.
Klavier? Klavier „kann“ das Akkordeon auch. Beide haben Rachmaninow-Stücke für Akkordeon umgeschrieben, wir hörten einen Walzer. Dann endlich ein Tango.
Es ist eine Freude, zu sehen, wie sich die beiden musikalisch blind verstehen! Sie wissen das Können des jeweils anderen zu schätzen und zauberten an diesem Spätnachmittag mit ihrem Können vielfarbige Bilder in die Köpfe ihrer ca. 60 Zuhörer.
Der mdr berichtete über das Konzert im Thüringenjournal. Dieser Beitrag ist in der ARD-Mediathek abrufbar (Stichwort con:trust eingeben).
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- Geschrieben von: Roland Voigt
Die bekannten Advents- und Weihnachtslieder kann fast jeder singen, so vertraut sind uns die Weisen. Als das a cappella Vokalensemble Singsang aus Erfurt in einem kleinen Konzert am 2. Advent etliche von ihnen vorgetragen hatte, da rieben sich manche Zuhörer erst mal die Ohren. Denn die 6 Sängerinnen und Sänger des Ensembles sangen die deutschen und internationalen Klassiker modern arrangiert. Sowohl rhythmisch als auch tonal klang vieles neu und doch vertraut, auch wenn die Stimmen gegeneinander liefen oder die Herren als Background-Sänger Instrumente imitierten.
Das zahlreich erschienene Publikum hatte sich schnell hineingehört und ließ sich von der Begeisterung der Sängerinnen und Sänger anstecken. Mit viel Beifall bedankten sich die Zuhörer für ihr Können. Das Ensemble revanchierte sich mit einer Zugabe.
Glücklich und zufrieden über dieses gelungene, stimmungsvolle Advents- und Weihnachtskonzert blieben die meisten draußen noch bei einem Pott Glühwein beieinander.
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